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Der
Archäologischen Park von
Selene
befindet sich
in einem dichten Wald und
besteht aus einer Nuraghe
(von der nur noch die
Grundmauern stehen), die von
200 sogenannten Hütten
umgeben ist, die so ein Dorf
formen. Ausserdem gibt es
in ca. 500m vom Dorf
entfernt zwei “Tombe dei
Giganti” (sog.
Riesengräber). Auch zur Zeit
finden an dieser Stelle
Ausgrabungen statt.
Das Kleinere der zwei
Gräber, die aus Granit
gebaut sind, stammt aus dem
XV. Jh. v. Chr. und bildet
eine Art “Gerüst” aus
Grabstelen, die zusammen ein
Halbrund ergeben, mit einem
Gang, in den die
Verstorbenen gebettet wurden
– dort befand sich eine
Türstele, die heute leider
nicht mehr zu sehen ist. Das
zweite Grab, das aus dem
XIV. Jh. v. Chr. stammt, ist
imposanter und besser
erhalten als das erste, da
es zum Typ der
Reihenbestattung gehört,was
eigentlich mehr der
Nuraghenkultur entspricht.
Dort finden wir 3 Steine mit
Löchern, die “conci a
cappelle” genannt werden,und
zu ihrer Zeit vor das Grab
gestellt wurden, aber am
Anfang ihrer Geschichte auf
den Eingangspfosten lagen
und zur Türschliessung
dienten. In den drei Steinen
waren kleine Betyle gesetzt,
die in den religiösen Riten
die Fruchtbarkeitsgottheit
symbolisierten. Die Steine,
die das Halbrund bilden,
sind quadratisch und sehr
regelmässig angeordnet,
derFussboden des Grabflures
bewahrt heute noch die
ersten Granitplatten.
Der Wald von Selene wird von
Steineichen bestimmt und ist
reich an leichten
Wanderwegen, zu Fuss oder
mit dem Fahrrad zu erkunden.
Wir finden auch Pappeln,
Kastanien und viele Arten
die zur Macchia Mediterranea
gehören, wie die Stechpalme,
Erika, Erdbeerbaum und
verschieden Zyst - und
Ginstertypen.
Bemerkenswert die Präsenz
der “Digitalis Purpurea”,
eine Pflanze mit herrlich
violetten Blüten, die einst
für medizinische Zwecke
benutzt wurde und heute
unter Naturschutz steht. |