Wann
Urzulei entstand, weiss man nicht. Das Dorf liegt auf 500m Höhe an einem
steilen Hang am Fusse der Hochebene des Supramonte im Norden der
Ogliastra, im Schutze des beeindruckenden Massivs des Monte Gruttas. Die Gegend
ist reich an Naturschätzen; sie besteht aus einem Labyrith aus
Schluchten, Canyons, Dolinen, Kliffen, Schlunden, durchfurchten
Landschaften, Nadeln, fantastischen unerforschten Grotten, weiten
Wäldern (Steineichen, Eichen),Tieren und einzigartigen Pflanzen.
Die
Schlucht “Gorropu” mit ihren 500m hohen Felswänden ist der tiefste
Canyon Europas. Den jährlich Tausenden von Besuchern präsentiert er sich
in seiner wilden Schönheit als natürliche Pilgerstätte.
Zahlreiche
Nuraghensiedlungen und Tombe dei Giganti sind Zeugen einer langen
Vergangenheit, In der Gegend stehen besonders viele Steineichen,
Eichen, Korkeichen, Eiben. Wacholder und auch Macchiagewächse, wie:
Erdbeerbäume, Steinlinden, Erikagewächse etc.
Auch botanische Endemismen
sind hier zu Hause, wie: OFRIS MORISI, die seltene ORCHIS BRANCIFORTI,
der blütenweisse PANCRAZIO ILLIRICO und die als Bergrose bekannte PEONIA
MASCULA. In einer so
abwechslungsreichen Landschaft haben unzählige Tierarten ihr Zuhause:
Wildschweine, Mufflons, Rebhühner, Feldhasen, Wildkaninchen,
verschiedene Taubenarten, Steinadler usw.
Die örtlichen Handwerker
sind wahre Künstler in der Herstellung von Teppichen, Gobelins,
Gardinen, Stickereien, Asphodillkörben verschiedener Grössen, Pfeifen,
Holzskulpturen, Truhen usw.
Berühmt sind auch die drei
alten Kirchen; sie sind den Schutzpatronen des Dorfes San Giorgio wie
auch San Giovanni Battista und Sant’ Antonio gewidmet. Alle wurden um
das 17.Jh. erbaut. San Basilio, eine weitere Kirche, wurde in den
vergangenen Jahrzehnten in Mannurri, ca. 4km ausserhalb des Dorfes
wieder aufgebaut.