Ulassai
hat eine einzigartige Lage wegen der “Tacchi”, die eine
dolomitenähnliche Landschaft formen. Tacchi sind Hochebenen, die aus
Kalkfelsen entstanden sind, von Bergen begrenzt sind und steil aus dem
Boden aufragen. Die Tacchi prägen das Gebiet von Ulassai. Das karstige
Gelände unterscheidet sich vom Rest der Ogliastra und ganz Sardiniens.
Ein Grossteil der Kalkfelsen ist mit Steineichen und typisch
mediterranen Pflanzen bewachsen, die sie noch eindrucksvoller erscheinen
lassen. An verschiedenen Stellen entspringen Quellen, die sich zu
Regenzeiten in Wasserfäle verwandeln. Zu nennen ist “Lecorci” und der “Lequarci”- Wasserfall.
Am Fuss
der Tacchi, etwas über dem Wasserfall “Lecorci” liegt die Grotte “Su
Marmuri”, eine der grössten und beachtlichsten Sardiniens. Sie ist fast
1000m lang und 30-50m hoch. Der grosse Eingang, die Dimensionen der
inneren “Räume”.,die unterschiedlichen Felsen, die verschiedenen
Farbtöne und die Grösse der Stalaktiten und Stalagmiten stechen ins
Auge.
Symbol des
Dorfes ist der “Barigau” - Bogen, Überrest einer antiken Festungsmauer,
die vollkommen zertört wurde. Sehenswert sind die Werke einiger
bekannter Künstler wie Maria Lai, Costantino Nivola und andere, die sich
harmonisch in die Dorfstruktur fügen. Berühmt ist auch das Weberhandwerk
in Ulassai. Wer die
unberührte Natur in diesem Teil der Ogliastra geniessen will, hat heute
die Möglichkeiten zu zahlreichen Kletterausflügen, die Steilwände sind
dafür ausgestattet und bezeichnet – entlang der alten Köhler- und
Schäferwege.
“Tombe dei
Giganti” und nuraghische Bauwerke, z.Teil in sehr gutem Zustand,
befinden sich vereinzelt in der Nähe alleinstehender Nuraghen. Sichtbare
Spuren römischer Siedlungen findet der Besucher in “Girisaili”,
“Neuletta”, “Testerei”, “Cuili de is iligisladas”, “Godditorigius”,
“Cuccuru de Maraccus”.