Triei ist
eines der eindruckvollsten Dörfer der Ostküste, wegen der noch wilden
Natur, die der Mensch hier stets respektiert hat, so dass die Bewohner
noch heute im Einklang mit ihrer Umgebung leben. Von Triei aus gelangt
man schnell ans Meer und auch ins Landesinnere. Das Dorf ist umgeben von
Hügeln, bewachsen mit Steineichen, Korkeichen, Johannisbrotbäumen,
Oleastern und Macchia Mediterranea, wo sich zahlreiche Tiere heimisch
fühlen.
Wann Triei
gegründet wurde ist nicht sicher. Darum ranken sich viele Legenden: eine
Vermutung geht davon aus, dass das Dorf von Küstenbewohnern auf der
Flucht vor den Sarazenen gegründet wurde. Eine zweite Hypothese ist,
dass die Bewohner der “Osono” Hochebene (4km vom Ort entfernt) ins Tal
stiegen, um sich vor der dort wütenden Pest in Sicherheit zu bringen.
Das
Zentrum wird von der SS. Cosma e Damiano-Kirche dominiert. Interessant
sind die Fresken darin aus dem 14.Jh. Um Triei befinden sich zahlreiche
Weinanbaugebiete, Weine und Destillate (Filu è Ferru) sind seit dem
18.Jh. bekannt. Auch die Bienenzucht ist ein Wirtschaftszweig. Berühmt
ist der seltene bittere Honig aus den Blüten des Erdbeerbaums Von der
Osono-Hochebene hat man einen herrlichen Ausblick, im Osten auf das
Meer, im Norden in die Berge. Letztere sind mit beeindruckenden
Steineichen-und Wacholderwäldern bewachsen, in denen Mufflons, Füchse,
Wildschweine, Marder etc. leben. Birdwatching lohnt sich wegen der
Steinadler, Eleonorenfalken und verschiedener sonstiger Falkenarten. Im
gleichen Gebiet wurden auch Funde aus der Nuraghenzeit (Tomba dei
Giganti) gemacht. Erwähnenswert ist auch die Nuraghenfestung “Bau
Nuraxi”. Im Mullò-Park (3km von Triei) kann man Ruhe in der Natur
finden, jahrtausendalte Mastixbäume bewundern und die Stille einer
Kirche aus dem 18.Jh. geniessen, in der bis heute das Sant’ Antonio Fest
gefeiert wird. Über den Ortsteil Ardali erzählt man, dass er einst reich
und grösser war. Heute kann man dort noch den Glockenturm der
Friedhofskirche besichtigen. Einen Kilometer davon entfernt liegt ein
altes Bergwerk, in dem bis in die fünfziger Jahre Silber und Blei
abgebaut wurden. Auch die Weberkunst ist in Triei zuhause.