Das
ogliastrinische Bergdorf wird zum ersten mal in Urkunden des 14.Jh.
erwähnt, allerdings mit verschiedenen Schreibweisen: “Shuy”,”Sechuy”,
“Sehuuhy”. Im
gesamten Gemeindegebiet finden sich Zeugnisse aus der Nuraghenzeit. Von
besonderem Interesse sind die Fundstellen um die Tonneri (Kalkfelsen)
und den Montarbu.
Seui
bietet dem Besucher ein historisch interessantes Ortszentrum mit
gewundenen, mittelalterlichen Strässchen, Steinhäusern, Galerien und
kleinen Balkonen mit schmiedeeisernen Gelädern.
Von
besonderem Interesse ist das historisch-etnographische Museum, das unter
anderem Hser im “Liberty-Stil”, das Haus “Casa Farci”, das “Spanische
Gefägnis”und die “Bürgergallerie” beherbergt. Das Museum
sammelt Zeugnisse des einstigen Landlebens,der Welt der Schäfer und der
Vergangenheit des Bergbaus.auch die Pfarrkirche und einige Landkirchen
sind einen Besuch wert. Aus der Vergangenheit Seuis erzählen auch die
alte Kohlewäscherei aus dem 19.Jh. und das Bergbauerndorf “Fundu de
Corongiu”, dessen Stollen seit 1959 geschlossen sind.
In der
Gemeinde Seui gibt es die älteste Eisenbahnstation Sardiniens. Die
Schmalspurbahnen Sardiniens sind die einzigen Europas die noch befahren
werden und aus diesem Grund heute der “Industrie-Archäologie” angehören.
Wunderschön ist auch die Landschaft des “Montarbu”, eine natüliche Oase,
mit diversen seltenen Pflanzen und atemberaubenden Aussichtspunkten.
Die
Wirtschaft stützt sich in erster Linie auf Forstwirtschaft, Ziegenzucht,
Eisenverarbeitungs - und Holzhandwerk, sowie die Herstellung von Gebäk,
Brot etc.