Es gibt
kein historisch abgesichertes Datum, wann Perdasdefogu gegründet wurde.
Der Volksmund berichtet, dass das Dorf von den Bewohnern einer Siedlung
des Sarrabus gegründet wurde, als deren Dorf an der Küste von den
Berbern zerstört wurde. Vittorio Angius versichert, der Ort habe Turu
geheissen und sei rechts des Flusses, bevor dieser in den Kanal
“Fogi”mündet, gelegen. Daher auch der Name Foghesus. Die älteste Urkunde
(einer Liste der Steuerpflichtigen des Ortes), in der Perdasdefogu
erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 1328.
Schmuckstück des Dorfes ist die präromanische Kirche S.Sebastiano, an
der höchsten Stelle des Ortes (670m) erbaut. Sie wird von
Kunsthistorikern in dieZeit zwischen 800 ind 1000 datiert. Das
Gotteshaus hat drei Schiffe mit drei Nischen im Zentralschiff, welche
durch eine Reihe von Bögen getrennt sind und von ihrer Architektur her
an asturische oder katalanische Kirchen erinnern.
Auch in
geologischer (Jurazeitalter) und botanischer Hinsicht ist das Gebiet
sehr interessant; seit einigen Jahren arbeiten Forscher verschiedener
italienischer und europäscher Universitäten (besonders Deutschland und
Frankreich) dort, wie auch Experten der wichtigsten
naturwissenschaftlichen britischen Museen unter der Leitung des British
Council. Naturliebhaber können , den entsprechenden Schildern folgend,
den Naturpark Bruncu Santoru besuchen, oder man kann lange Spaziergänge
durech die Landschaft, z.Bsp. durch Steineichenwälder, entlang der
Flüsse Sa Luda, Luesu (wo es einige Wasserfälle und Grotten mit
zahlreichen Stalaktiten und Stalagmiten gibt), unternehmen.Auch Angler
kommen sn den Flüssen auf ihre Kosten.