Der Ortsname leitet sich aus dem
Griechischen “ga” “roa” ( Erde, die fliesst”) ab. Dies
bezieht sich auf die instabilen hydro-geologischen
Bedingungen eines Teils des Gairoer Territoriums. Der
Ortsname wird 1217 erstmals in einem Schriftstueck erwaehnt.
Nach einigen Ueberfaellen durch die Araber waren die Gairesi
mehrmals gezwungen, sich eine neue Wohnstaette zu suchen,
Schliesslich haben sie “Domusnoas” (neue Haeuser) in der
Ebene um den Fluss Pelau gegruendet. Im Jahr 1951 machte ein Erdrutsch nach einem
Unwetter ein erneutes Umziehen an den aktuellen Standort
erforderlich.
Das Gemeindegebiet hat zahlreiche Relikte
aus praenuraghischer Zeit (2500-800 v. Chr.) bewahrt, z.Bsp.
die “Domus de Janas” (Felsgraeber) von “Scalarrana” und auch
aus nuraghischer Zeit (1800-238 v. Chr.) in den Siedlungen
von “Is Tostoinus” und “Perdu Isu”.
Das Erste war eine recht grosse Siedlung;
dort gibt es 40 Gebaeude (Nuraghen und Huetten) und nur
wenige Meter davon entfernt ein Riesengrab (Tomba di
Giganti). Das Zweite besteht aus 11 Gebaeuden (Nuraghen und
Huetten), die mehr oder weniger gut erhalten sind. Die
wichtigsten davon sind:”Perdu Isu, Taccu Addai, Genna ‘e
Didu” und besonders die Nuraghe “Su Serbissi”, welche mit
einer darunterliegenden Grotte durch einen in den Fels
gegrabenen Stollen verbunden ist.
Im Berggebiet kann man unzaehlige Ausfluege
unternehmen, die Natur erleben und archaeologische Monumente
besichtigen. Die Wanderwege schlaengeln sich durch Urwaelder
mit vielfaeltiger Fauna:Von Taquisara ins Tal gehend bis zum
See “Genna Orruali” finden sich archaeologische
Sehenswuerdigkeiten und “Tacchi” (Kalkfelsen), wie auch das
Naturdenkmal ”Perda ‘e Liana”, wo Free-Climber auf ihre
Kosten kommen.Dorthin gelangt der Interessierte sowohl ueber
Gairo Taquisara, als auch ueber die Staatsstrasse 198 bei
der Strassenmeisterei von Sarceri.
Herrliche, saubere Straende, kristallklares,
reines Wasser gibt es von “Baccu ‘e Praidas” ueber “Marina
di Gairo”, “Su Sirboni”, “Cala ‘e Luas” bis “Coccorocci”.